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Vom Erlebnis Sessions zu halten. Ein Rückblick auf die Drupaletics.

Nun sitzen wir wieder im Zug zurück von der #drupaletics nach Hamburg. Nach einem schweren Unwetter sind heute abend fast alle Züge ausgefallen. Wir sind heilfroh, überhaupt noch einen Zug erwischt zu haben, der nach Norden fährt.
Zeit, über das Camp nachzudenken und die Veranstaltungen Revue passieren zu lassen.

Es war wieder ein tolles Camp - viele Bekannte wieder getroffen und etliche Drupaler persönlich kennen gelernt, die ich bis dato nur von Ihren Posts auf DrupalCenter oder XING kannte.

 

 

Das Unperfekthaus

Das Camp fand im Essener Unperfekthaus statt. Dies ist eine höchst kreative Kultur- und Begegnungsstätte. Mit einem offenen WLAN ausgestattet sowie einer öffentlichen "Speakers Corner" in der anliegenden Fußgängerpassage. Dort kann jeder - unangemeldet oder nicht - seine Meinung über die Welt äußern. Auf Wunsch auch mit Beamer und WLAN-Unterstützung aus dem Unperfekthaus. Einfach cool!

 

Das Unperfekthaus kannte ich bereits von dem Treffen der Drupal-Initiative im letzten Jahr. Für ein Drupal-Camp fand ich es als Veranstaltungsort nicht so geeignet: auch am zweiten Tag waren die Räume noch schwer zu finden und die Teilnehmerzahl war begrenzt. Vielleicht wären ansonsten noch mehr Interessierte erschienen.

Ich war gespannt, wie es sein würde, eigene Sessions zu halten. Unsere gemeinsame "ImageCache Actions" Session von Karsten und mir war gleich die erste Veranstaltung. Nach einem chaotischen Gefummel-Auftakt klappte es dann mit dem Beamer und wir konnten mit der Session beginnen. Karsten hat mit einem Theorieteil über Bildbearbeitung in PHP und Drupal begonnen. Ich habe dann einige Beispiele vorgeführt. Diese Session hatten wir als letzte unserer drei Sessions vorbereitet. Im Gegensatz zu den anderen Sessions haben wir keinen internen Review mehr in der Firma geschafft und kannten sogar unsere gegenseiten Parts nicht. Die Improvisation hat aber gut funktioniert und die Zuhörer schienen zufrieden zu sein. Die Möglichkeiten mit ImageCache sind aber auch beeindruckend und das Thema insofern dankbar.

Die erste eigene Session...

Danach kam meine Panels Session. Auf diese Session hatte ich mich intensiv vorbereitet. Ich habe einen Theorieteil mit einfachen und leicht reproduzierbaren Schritten vorbereitet und hatte eine Drupal-Installation mit einer Beispiel-Konfiguration aufgesetzt. Ich war guter Dinge, den Zuhörern die Angst vor Panels zu nehmen und sie zu motivieren, damit zu arbeiten, zu spielen und zu probieren.

Der Theorieteil lief so weit gut. Ich glaube, es ist mir gelunden, langsam zu sprechen und den Zuhörern Pausen zu lassen. Der Praxisteil ist mir etwas entglitten. Ich hatte mir selbst die Falle gestellt, indem ich zu komplizierte Views zusammen geklickt hatte. In meiner Begeisterung von Views wollte ich einfach zu viel zeigen. Dies ging nach hinten los, als ich meine einfachen Beispiele nicht zur Hand hatte und mich in komplexen Variationen verheddert hatte, die ich in der Hitze der Vorführung selbst nicht mehr verstanden habe.

Erschwerend kam hinzu, dass beim Vorführen der Konfiguration die WLAN-Verbindung unter der Last aller Verbindungen extrem langsam wurde und Views nicht mehr reagierte. Das wüste Hoch- und Runterjagen des Bildschirmbereichs mit dem Mausrad macht es nicht besser ;-)

Weniger ist mehr.

Ein erfahrener Drupaler sagte mir nach der Session, dass Views-Relationen für ihn neu waren. Dies zeigt mir, dass Panels und Views - selbst einfach dargestellt - ein hochkomplexes Thema bleiben. Meine nächste Session werde ich im Praxisteil auf wenige, einfache Beispiele beschränken.

Auf Twitter habe ich anschließend gepostet, dass - wenn die Leute vorher Angst vor Panels hatten - sie nach der Session Panik davor haben. :-)
Auf jedem Fall war es eine wertvolle Erfahrung für mich die Session zu halten.

Ich war froh meine Sessions gleich am Anfang halten zu können, um die anderen Sessions entspannt genießen zu können.

Photoalben auf Basis von Standardmodulen.

Die Bildergalerie-Session von Werner hat mir gut gefallen.
Eine gute Idee, Terms für die Galerien zu verwenden. Das Modul "ImageField Import" kannte ich noch nicht. Damit bekommt man praktisch unbegrenzt viele Bilder auf eine flexible Weise ins System - sehr drupalig!

Anstelle die node.tpl.php zu hacken würde ich die Galerie-Seiten lieber mit Panels bauen. Die Deckblattseiten ließen sich auch gut mit dem Modul "Node Auto Term" bauen. So muss der Term nicht manuell angelegt werden.

Terms bieten außerdem die Möglichkeit, dass man Galerien im Kontext eines beliebigen Nodes zuladen kann. Mit Panels kein Problem!

UberCart in Details

Tom führte anschaulich die Leistungsmerkmale von UberCart vor und was das System alles leistet. Mit Ausnahme einer Warenwirtschaft bildet das System alles ab, was ein Shop gebrauchen könnte und - dies ist das wichtigste - arbeitet aus einem Guss mit Drupal zusammen. UberCart ist kein auf Drupal gepropftes ShopSystem sondern ein auf Drupal-Konzepten aufsetzender Shop. Das macht UberCart so mächtig.

Tom hat viel darüber berichtet dass etwas geht, nicht wie es geht. Ich hätte mir gewünscht, mehr über die Hintergründe und notwendigen Patches zu erfahren, den Shop in Deutschland rechtssicher zu machen. Hier hat Tom mit seinem Wissen für mein Gefühl etwas hinter dem Berg gehalten. Aber das tat der Session insgesamt keinen Abbruch. Es lohnt sicherlich, sich in das Thema einzuknien. Mit Grausen denke ich daran zurück, als wir einen Shop in XT-Commerce aufgesetzt haben.

Verpasst habe ich leider Juttas Präsentation von mein!KI.KA. Nicht nur wegen meiner Tochter - die Session muss sehr spannend gewesen sein. Auch Jochens Clouds Session konnte ich nicht besuchen. Das ist der einzige Nachteil bei einem Camp - man kann sich nicht zerteilen. :-)

Ich freue mich auf die DevDays, das nächste DrupalCamp in München im Mai.

Vom Erlebnis Sessions zu halten. Ein Rückblick auf die Drupaletics.
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Kommentare

Ich denke die Kritikpunkte am

Ich denke die Kritikpunkte am UpH lassen sich demnach auf Dinge reduzieren, die in der kommenden Zeit eh durch Modernisierung erledigt werden, während die übrigen Punkte eher an die Camp-Orga gehen sollten. Das ist aber wie mit allem im Leben, man muss es mal gemacht und Erfahrungen gesammelt haben, um es dann bei nächster Gelegenheit besser machen zu können.

Ich möchte mich an der Stelle jedenfalls bei allen fleißigen Orga-Bienchen für ihren Einsatz bedanken, bei allen Vorträgern fürs Vortragen und bei den Übrigen fürs Kommen und Schnacken. Für mich persönlich waren die Sessions weniger wichtig als die Gelegenheit mit euch allen mal wieder ins Gespräch zu kommen.

Inhaltlich habe ich aus den Sessions vor allem Infos über kommende Module / Modulversionen / Technologienmitgenommen. Dinge, die man im Projektalltag eher nicht zu sehen bekommt und kaum mal Zeit findet sich hereinzufräsen. Interessant war für mich zudem mich und die anderen SessionTeilnehmer bei den Sessions ebenso wie den Vortragenden zu beobachten und daraus die eine oder andere Erkenntnis abzuleiten, wie Präsentationen besser vorbereitet und vorgetragen werden können. Irgendwann muss ich auch mal und gerade die Erkenntnis, dass man sich nicht drauf verlassen sollte, dass der Internetzugang funktioniert und performant ist, ist ein elementare ;)

Vor allem aber habe ich gelernt, dass man mehrtägige Veranstaltungen selbst in relativer Nähe zur Heimat nicht unterschätzen und sich ein Hotezimmer gönnen sollte. Obwohl gesammelt im Parkhaus im Wagen poofen auch mal ganz coool ist. Man tut so als sei man 10 Jahre jünger und fühlt sich danach 10 Jahre älter..

P.S.:
Nach der Panels-Session war dann für mich auch klar, dass ich zukünftig nichts mehr ohne machen werde. Auch wenn man es nicht überall weidlich nutzt / nutzen kann. Darum wurden in ein paar laufenden Projekten auch erstmal Panels nachinstalliert.

Umbau im UPH

@Unperfekthaus

Hey, danke für deinen Beitrag! Das hört sich ja super an und das Projekt "Fassaden-Galerie & Speakers' Corner" sieht wirklich toll aus :)

Bessere Orientierung, bessere Technik

Hallo alle, hier ein Kommentar vom Inhaber des Unperfekthauses: Ihr seid leider ein paar Monate zu früh im UpH gewesen. Wir sind gerade erst dabei, über LCDs anzuzeigen, was in jedem Raum läuft, wir bekommen Multimedia-Wagen, die alles Nötige (Beamer, Mikro,...) beinhalten, die Toiletten im 4.OG werden völlig neu gebaut und es werden mehr, und wir bekommen eine Art "Seminarraum im Freien, mit Großbildschirm". Und wir werden einen Gebäudegrundriß unter die Creative-Commons-Lizenz stellen und für Veranstalter bereitstellen, so daß Ihr dort Eure Räume markieren könnt und den Grundriß als Flyer an alle Teilnehmer verteilen könnt.

Einziges Problem: Es ist alles viel Arbeit, und wir kommen im Unperfekthaus nicht immer so schnell voran, wie wir das wünschen. In den letzten Monaten haben wir die www.fassaden-galerie.de mit Speakers' Corner bekommen, außerdem ist ein toller bibilotheksartiger holzvertäfelter Sitzungsraum entstanden, jetzt kommen die nächsten Sachen. Eins nach dem anderen.

Würde uns freuen, wenn Ihr beim nächsten Mal wieder in's UpH kommt.

mein!KI.KA Vortrag

Hallo Ralf,

danke für Deine Eindrücke vom Camp! Der mein!KI.KA-Vortrag von Jutta und mir steht nun zumindest als PDF online:
http://fmurl.de/dcessen2010

Viele Grüße aus München,
Tobias

Meine Eindrücke

Etwas später als Ralf, aber ich schreib auch noch mal, was ich zu dem Camp denke.

 

Das Unperfekt Haus ist eine wirklich tolle und kreative Location. Aber nach meiner Meinung nicht für so ein Camp geeignet. Mal davon abgesehen, dass ich mich doch ständig verlaufen habe, ist es einfach sehr schwierig einen geordneten Betrieb in das Camp zu bringen. Es wurde bemängelt, das es keinen zentralen Aushang mit allen Sessions drauf gab. Okay, das war doof, aber wo sollte man den denn hinstellen? Hätte kaum jemand gesehen. Der Betrieb der anderen Gäste ist auch eher störend gewesen. Die Infrastruktur war auch nicht so, wie man es sich wünschen würde. Die Beamer waren doch etwas komisch und es gab erstmal keine Mikrophone für die Sprecher. Wenn man sich dann noch überlegt, dass wir eigentlich unten nichts zu suchen hatten und wohl auch das Klo dort nicht benutzen sollten, wird es etwas schwierig. Die Toiletten für all die Menschen waren dann doch recht wenig. Versteht es nicht als Kritik an dem Konzept des Hauses. Aber eine Tagung mit 150 Personen über 4 Räume würde ich dort nicht wieder abhalten wollen.

An den Sessions habe ich nichts zu kritisieren. Ich bin wirklich dankbar über all das Wissen was mir zur verfügung gestellt wurde. Und ich scheine ja die Sessions, in denen das anders war, glücklicherweise nicht besucht zu haben.

Für mich selbst war es eine gute Erfahrung. Ich hab erstmal vergessen mich vorzustellen und bei SimpleTest sprang der Funken nicht so recht über. Ich werde einiges dabei ändern, wie z.B. meinen Namen nennen und für Dev-Themen unbedingt Beispiele bringen. Interessant war dafür die GIT Session. Ich denke, Eugen und Daniel wollten eigentlich es als Präsentation halten. Eugen hat aber mittendrin umgeschwenkt und Code-Beispiele direkt gezeigt. Das war so eine richtig gute Mischung. Daran werde ich mich orientieren. Ich habe "nur" präsentiert und hatte gehofft, das mit bunten Bildern zu bereichern und den trockenen Kram aufzulockern. Aber ein wenig mehr "Schaut mal, so geht das!" wäre der richtige Impuls gewesen, für den ich völlig unvorbereitet war.

So habe ich eine Menge über Drupal und mich selbst gelernt und hoffe, dass das mit der Band klappen wird. :)

Die „Angst“ vor Panels hat

Die „Angst“ vor Panels hat mir dein Vortrag sehr wohl genommen. Das Modul werde ich künftig verwenden.

Panik wegen Panels

Hallo Ralf, ich glaube nicht, dass die Leute nach Deinem Vortrag "jetzt mit Panik auf Panels schauen". Zugegeben, es braucht eine Weile, bis man bei Panels weiß, wo vorne und hinten ist, aber das hast Du schön rübergebracht. Ich glaube der Einsatz von Panels zum Aufbau einer Webseite hängt auch an persöhnlichen Vorlieben und Arbeitsweisen. Was mich auf jeden Fall überzeugt hat war der Satz:
Wenn der Kunde eine Möglichkeit haben möchte um selbst das Layout zu ändern kann ich das mit Panels hinbekommen, indem ich ihn entsprechend schule.
Das hat mir sofort eingeleuchtet, da die andere Option nur das Erstellen von Template-Files ist. Das zu schulen dürfte ungleich schwieriger sein. Ich glaube, daß für eine Reihe von Webseiten Panels eine einfache Lösung ohne Programmierung sein kann. Man muß nur den Mut haben einfach mal anzufangen und da hat Dein Vortrag Hilfestellung geleistet.

Werner

Potential zur Verbesserung

Na, das ist ein Grund, mal wieder ein event im unperfekthaus abzuhalten - dann kennt Ihr den Fuchsbau schon, dann wird es einfacher :-). Ich muß sagen, ich hatte da auch Befürchtungen, aber ich fand, da es dann nur 1xx und 4xx Räume waren, ging es besser als erwartet. Außerdem wurde das UPH in den letzten Monaten stark renoviert - so waren die Beamer noch nicht wieder fest installiert - sorry, daß Euch das mit der ersten session traf, aber das hat der session von Euch in meinen Augen keinen Abbruch getan. Der Punkt "Änderungen mitteilen" ist bisher auf allen solchen events ein Schwachpunkt gewesen, aber ich kann mir vorstellen, daß man beim nächsten Mal dafür auch die vor den Räumen installierten Laptops/Displays dafür nutzen kann.

Mit der netten Drupalerin aus Luxemburg habe ich mich auch unterhalten: chantal/tzeepee

BTW: Jetzt habe ich einen neuen Drupal Blog - Deinen hier - kennengelernt. Super.

Hallo Ralf, werdet ihr eure

Hallo Ralf,

werdet ihr eure Vortragsfolien online stellen? Habe es leider zu keinem einzigen eurer Vorträge geschafft, wobei ich die Panels-Folien ja schon im Voraus sehen durfte =)

Der mein!KI.KA-Vortrag wird vielleicht auch noch online gestellt, kannst ja mal http://twitter.com/datain... beobachten. Ich war dabei, er war auf jeden Fall sehr spannend. Falls sie die Folien nicht mehr hochlädt, kann ich dir gern auch ein bisschen was erzählen.

Die Präsentationen sind online

Hallo Anja,

unsere Sessions haben wir hier online gestellt.

Für Rückfragen, Ideen und Anmerkungen stehen wir gern zur Verfügung.

sessions

Danke, Ralf, für diese schnellen, ausführlichen und hilfreichen Kommentare einiger sessions. Davon lebt so ein Event, man trägt vor, was man weiß und lernt dazu, wie andere manche Sachen anders bearbeiten.

Leider habe ich KiKa auch verpaßt, aber Juttas Vortrag zum Thema Projekt-Management habe ich gehört, er war auch super. Ich denke sogar, daß man dem print-out alleine noch viele Tips entnehmen kann, die einem stundenlange eigene Suche und Ausprobieren ersparen.

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