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Ein Hoch auf die WYSIWYG-API: Views Code ohne grafische Editoren importieren

Bei grafischen WYSIWYG-Editoren ("What You See Is What You Get") scheiden sich die Geister: für die einen sind sie unverzichtbar, um sich nicht mit HTML beschäftigen müssen, für die anderen sind sie nicht einsetzbar, da die visuellen Möglichkeiten für komplexere Textgestaltung nicht mehr ausreichen.

Die einzelnen Editoren bringen alle ihre z.T. recht lästigen Eigenarten mit. FCK-Editor und dessen Nachfolger CK-Editor ersetzen sämtliche (!) Textareas aller Eingabemasken durch ein WYSIWYG Fenster.
Auf der Konfigurations-Seite lässt sich das anhand von URLs bzw Formularfeld-IDs zu- oder abschalten. Standardmäßig ist es jedoch aktiviert. Das führt dazu, dass alle textbasierten Einstellungen - wie z.B. die Inhalte der robots.txt - nach dem Speichern HTML-formatiert sind.

In der Praxis kann das dazu führen, dass man entweder schon beim Exportieren eines Views oder Panels HTML-formatierte Inhalte erhält, oder sich den bis dahin korrekten Source kaputt macht, weil den Text ein Grafik-Editor beim Import umwandelt und in einem Editor darstellt. Vorher müssen also erst die entsprechenden URLs bzw. Formularfelder in der Exclude-Liste eingetragen werden, um essentielle Drupal-Funktionen nutzen zu können. Was für ein Unsinn!

Ein Kunde berichtete uns gestern, dass die Include- / Exclude-Einstellungen vom CK-Editor nach jedem Update verloren gehen. Ich nehme an, dies ist noch eine Kinderkrankheit des CK-Editors. Von FCK ist mir dies nicht bekannt.

Viel einfacher ist es, gleich den ganzen Editor abzuschalten und die Editoren mit dem Modul "WYSIWYG API" zu bändigen. Das Modul ist pluggable, bindet die Editoren über seine API in das System ein und sorgt für ein weitgehend einheitliches Verhalten.

Installation / Einbindung

Die einzelnen Editoren werden als PlugIns eingebunden und nicht als Module installiert. Der Source der Editoren wird heruntergeladen und unter /sites/all/libraries abgelegt und dort von WYSIWYG gefunden und erkannt.

In den WYSIWYG-Einstellungen (/admin/settings/wysiwyg/profile) kann für jedes Eingabeformat ein Editor festgelegt und je Format individuell angepasst werden. Wer möchte, kann mit etwas erhöhtem Konfigurationsaufwand sogar unterschiedliche Editoren für verschiedene Rollen festlegen.

Für das Zusammenspiel mit IMCE gibt es die IMCE WYSIWYG Bridge. Damit lassen sich Bilder hochladen und Links auf interne Ressourcen setzen. Die Einrichtung habe ich hier beschrieben - sie ist etwas tricky.

Bloggen mit Offline-Tools

Eine Alternative zu online WYSIWYG-Editoren stellt der Einsatz externer offline-Tools wie Live Writer unter Windows oder ScribeFire unter Linux dar, die mit Drupal über den XML-RPC-Dienst kommunizieren. Dies vermeidet das Laden beträchtlicher Mengen an JavaScript, damit der Editor zur Verfügung steht.

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