Ab Januar werden wir bei comm-press erstmalig Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ausbilden. Praktischerweise wohnt unser neuer Auszubildender Andreas Doege mit Markus Guenther, einem Typo3 Entwickler, zusammen. Super Voraussetzungen, um die lieb gewonnenen Grabenkämpfe für alle Zeiten zu beenden und endlich über den Tellerrand zu schauen. Karsten hat die Typo-Gruppe neulich bereits einmal besucht und kam begeistert zurück, was für super PHP-Entwickler sich dort tummeln.
Als besondere Attraktion für das letztjährige Treffen der Hamburger Drupal UserGroup am 20.12. konnten wir Markus dafür gewinnen, uns Typo3 vorzustellen.
Über den Tellerrand schauen...
Drupal schöpft seine Stärke aus der aktiven Community und aus seiner guten Vernetzung innerhalb der OpenSource Landschaft. Mit den Big-Playern zusammen spielen zu können bedeutet Effizienz und schafft Nachhaltigkeit. Das Rad muss nicht jedes Mal neu erfunden werden und der Einsatz bewährter Bausteine spart Zeit und schafft Sicherheit. Zuvorderst stehen da natürlich Linux, Apache, MySQL und PHP. Genauso aber auch MongoDB, HipHop, Apache Solr, PECL, Varnish, Git, Java, jQuery, Android und sogar Microsoft.
In die Liste gehören aber auch Typo3, Joomla! und Wordpress. Drupal kann mit diesen Systemen prima kommunizieren und Daten austauschen.
... und voneinander lernen
Wie und was können wir voneinander lernen? Drupal ist ein tolles System, aber bei weitem nicht perfekt. Durch den Austausch mit anderen Communitys können wir unsere Konzepte hinterfragen und verbessern. Eine der für mein Empfinden bedeutsamsten Stärken Drupals ist die Möglichkeit, den Content über GUIs modellieren zu können. Andere Systeme kennen den Begriff des "Content Architekten" gar nicht. Mit Drupal ist es möglich, mit überschaubarem Aufwand Prototypen zu konfigurieren. Rapid Prototyping bindet den Kunden frühzeitig ein und bietet entweder ein Proof of Concept oder liefert frühzeitig den Beweis, dass der eingeschlagene Weg nicht funktioniert.
Genauso besitzt Drupal aber auch Schwächen. Gestern haben wir uns auf der Weihnachtsfeier darüber unterhalten, dass die Installation bei Drupal komplizierter ist als bei Typo3. Wie schaffen es unsere Freunde von Typo, eine Installation zu ermöglichen, ohne dass bestimmte Verzeichnisrechte manuell während der Installation gesetzt werden müssen? Dies ist ein Hemmnis für die Verbreitung von Drupal und ich mag nicht akzeptieren, dass dies technisch bedingt so sein muss.
Wie funktionieren beispielsweise Deployment und Mehrsprachigkeit in Typo3? Für Drupal7 ist der Zug leider schon abgefahren, ein gut übersetzbares Drupal inklusive aller Labelfields und usergiven-Strings hinzubekommen. Drupal7 wird am 07. Januar zur Verfügung gestellt und wird ohne Zweifel ein Kracher werden. Einige Altlasten werden wir aber dennoch lange Zeit mit uns herumtragen müssen.
Ich bin überzeugt, dass wir viel voneinander profitieren können und ich freue mich auf den Vortrag von Markus am 20.12. im 13. Stock.
Marcus, you're welcome :-)














