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Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays

Nachdem im ersten Commerce Blogbeitrag über die Installation und erste Schritte im Umgang mit Drupal Commerce berichtet wurde, beschäftigt sich Teil zwei jetzt mit den Produkten und Produktdisplays.

In Drupal Commerce ist die Speicherung von Produkten und die Anzeige dieser voneinander getrennt.

Produkte sind Entitys, in diesen Entitys werden alle Produktinformationen wie bei Nodes in Feldern gespeichert. Jede Warengruppe/Produkt besitzt einige von Commerce vorgegebene Felder. Diese sind:

  • Product SKU: (Artikelnummer des Produktes)
  • Titel
  • Preisfeld
  • Status

Für die Ausgabe der Produkte sind die Produktdisplays zuständig. Diese sind herkömmliche Nodetypes, die über ein ‐ von Commerce bereitgestelltes ‐ Produktreferenzfeld einem oder auch mehreren Produkten zugeordnet werden können.

Warengruppen und Produkte

Produkte werden unter Shop – Products angelegt und verwaltet. (admin/commerce/products/)

Hier hat man die Wahl zwischen dem Erstellen einer neuen Warengruppe und dem Erstellen von Produkten innerhalb einer Warengruppe.

Warengruppe erstellen:

Im Beispiel legen wir die Warengruppe "Kleidung" an und fügen einige Felder für Produktdetails hinzu.

Unter anderem sind dies zwei Listenfelder für Kleidungsgrößen und Farben. Über diese Felder können später unterschiedliche Varianten der Produkte ausgewählt werden. Damit diese Felder sogenannte Attribut-Felder werden können, müssen sie vom Typ "Liste" sein. Ohne diese Felder werden unterschiedliche Varianten durch den Titel und SKU ausgewählt.

Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays Um aus einem Feld ein Attribute-Feld zu machen, muss bei der Einrichtung des Feldes der Haken bei „Enable this field to function as an attribute field on Add to Cart forms“ gesetzt werden.

Produktdisplays

Wie bereits gesagt werden die Produkte selbst nicht angezeigt, sondern nur über die Produktdisplays dargestellt, daher erfolgt nun im nächsten Schritt die Einrichtung eines Produktdisplays für Kleidungsstücke. Zum Anlegen eines neuen Produktdisplay erstellt man einen neuen Inhaltstypen. Dieser muss mindestens ein Feld des Typs „Produktreferenz“ besitzen. Über dieses Feld wird dann die Beziehung zu den Displays hergestellt.

Produkte erstellen

Wir haben jetzt eine Warengruppe und einen Inhaltstypen für die Displays erstellt; der nächste Schritt ist das Anlegen einer Reihe von Produkten. Dies geht über den Menüpunkt "Shop - Artikel - ein neues Produkt hinzufügen" .

Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays
Gerade bei der Erstellung eines Produktes mit vielen verschiedenen Varianten erleichtert das Zusatzmodul Commerce (bulk product creation) die Arbeit. Dieses Modul ermöglicht die gleichzeitige Erstellung mehrerer Produkte. Die unterschiedlichen Kombinationen entsprechend der gewählten Varianten werden automatisch angelegt. Außerdem kann das Modul auch direkt ein dazugehöriges Display anlegen.
Besondere Unterschiede wie verschiedene Produktbilder, Preise und Beschreibungen können anschließend per Hand nachgepflegt werden. Aber gerade bei vielen verschiedenen Varianten erleichtert das Modul die Arbeit sehr stark, da es alle gewünschten Kombinationen erstellt.

Ohne dieses Modul würde man einen neuen Inhalt vom Typ des Displays erstellen und diesem die neuen Produkte zuweisen. Je nach Einstellung geht diese Zuweisung über ein Autovervollständigungsfeld, Auswahlfeld oder Auswahlknöpfe.

Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays Die Anzeige – und welche Inhalte ausgegeben werden sollen – kann wie bei anderen Inhaltstypen auch unter „Anzeige verwalten“ eingestellt werden. Zusätzlich kann und muss teilweise auch die Anzeige bei den Warengruppen direkt eingestellt werden (ob z.B. der Title des Felds ausgegeben werden soll, kann nur in der Anzeige der Warengruppen eingestellt werden), die Einstellungen werden dann von den Displays übernommen. Eine wichtige Einstellungsmöglichkeit bietet das Produktreferenzfeld, hier lässt sich die (Standard-)Menge einstellen, aber auch, ob der Kunde direkt eine Mengenangabe machen kann.

Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays Als Ergebnis hat man nun das erste Produkt mit unterschiedlichen Varianten auf seiner Website.

Damit endet hier der zweite Teil der Drupal Commerce Vorstellung. Im letzten Teil der Reihe wird beschrieben, wie man das Aussehen des Warenkorbs verändert und Preisregeln erstellt.

Weiterführende Links:

Produkt und Produktdisplay Guide auf drupalcommerce.org
Warenkorb war gestern: Eindruck vom Drupal Commerce Camp Luzern
Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays
Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays
Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays
Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays

Kommentare

MwSt zuweisen

Hallo,
ich dreh noch durch. Hat jemand eine kurze Anleitung, wie man MwSt Regeln erstellt? Ich habe 2 MwSt Sätze erstellt (7% und 19%) und kann auch bei der Produkt-Eingabe jedes Mal einen der beiden zuweisen. In der Rechnung stehen dann aber beide Steuersätze drin. Wie muss eine Regel aussehen und wo muss sie stehen, damit bei 7%-Artikeln auch nur die 7% MwSt auf der Rechnung stehen und wie bei 19%-Artikeln. Über Hilfe wäre ich extrem froh.
Danke im Voraus

Gruß
Michael

Schau dir mal das hier

Schau dir mal das hier an
http://drupal.org/node/10...
in Verbindung hiermit
http://drupal.org/project...

Pingback

[...] Dies ist der letzte Teil der Einführungsreihe zum Drupal Commerce Modul, Die ersten beiden Teile finden sich unter Was ist Drupal Commerce? - Installation und erste Konfigurationsschritte und Drupal Commerce: Einrichtung von Produkten und Produktdisplays [...]

Nach Ubercart nicht dazu gelernt: Grundfunktionen fehlen

 Hi,

da es in der Drupal-Community allzu oft »Feuer im Busch« Marketing nach USA Manier gibt, möchte ich hier einen Schritt Richtung Boden machen.

Wie ich beim Drupalcommerce-Training mit den Commerce-Guys besprechen konnte (und die entwickeln das Ding mit ihrem »Venture Kapital«), hat Commerce derzeit nicht die Funktionsweise, die es überhaupt steuerlich für Deutschland ohne Eigenprogrammierung einsetzbar macht. So kann die MWSt. nicht im Warenkorb angezeigt werden. Der Views-Handler dafür ist verbuggt. Die Issue zum Major Bug gibt es seit Wochen hier: http://drupal.org/node/1256302. Zudem muss die MWSt. in Deutschland bei jeder Preisangabe deklariert sein. Also auch auf allen Produktseiten. Hier heißt es ebenso: Hand anlegen.

Auch gibt es Probleme bei der einfachen Löschung von Produkten. Selbst bei Produkten, die mit keiner Bestellung oder einem Warenkorb verknüpft sind. Man muss in der Datenbank hantieren, um Produkte löschen zu können. Die Issue hierzu gibt es unter: http://drupal.org/node/1256302.

Trotz "Stable"-Version, ist Drupal Commerce noch nichts für Leute, die nach der Installation eines Shopsystems sofort ohne Bauchschmerzen verkaufen wollen können. Man muss weiterhin, wie bei Ubercart, programmieren können (möglichst mit Rechtsbeistand) und dem System Lausen austreiben, die zu den Grundfähigkeiten eines gewöhnlichen Onlineshops ohne komplizierte Produkte gehören sollten.

Ciao,
Peter

"Zitat: Zudem muss die MWSt.

"Zitat: Zudem muss die MWSt. in Deutschland bei jeder Preisangabe deklariert sein. Also auch auf allen Produktseiten."

Unsinn ... dass die MWSt. bei jeder Preisangabe stehen muss, ist so eine typisch deutsche Überauslegung der Gesetze. Das ist doch lebensfremd und ich kenne auch keinen Paragrafen, der das so sagt. Schau dir doch mal große ecommerce Seiten an: tchibo.de, karstadt.de ... glaubst du die würden jede Preisangabe mit Kleingedrucktem versehen? Man kanns auch übertreiben mit der Rechtsüberkandideleien ... ausgewiesene Preise müssen per Gesetz Endpreise sein und die Mehrwertsteuer muss ausgewiesen werden, aber nicht überall und an jeder Stelle.

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[...] zweite Blogbeitrag beschreibt anhand eines einfachen Beispiels die Einrichtung von Warengruppen, Produktdisplays und [...]

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