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Chancen eines Redesigns der Webseite www.drupal-initiative.de für Drupal in Deutschland

Auf dem #disprint wurde heute das weitere Vorgehen betreffend der bestehenden Webseite drupal-initiative.de besprochen. Um die Initiative kurzfristig besser darstellen zu können, wurde beschlossen, an der bestehenden Webseite bestimmte Fehler zu beheben und Features einzubauen und parallel dazu den Relaunch der Seite insgesamt vorzubereiten.

Mit der Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen soll der Druck von der Seite genommen werden, so dass die Möglichkeit für einen grundsätzlichen Relaunch überhaupt erst geschaffen wird.

Aus meiner Sicht bietet uns der Relaunch mehrere Chancen für die weitere Verbreitung von Drupal in Deutschland:

Zuerst sollten „wir“ – d.h. die an dem Projekt beteiligten Köpfe innerhalb der DI – die Drupal Initiative als Kunden sehen und uns dabei die selben Maßstäbe auferlegen, die wir bei Kunden-Projekten ganz von selbst anlegen würden. Das bedeutet, dass zuerst ein Konzept erarbeitet, präsentiert und abgestimmt wird.

Nachdem ein Konzept verabschiedet ist, müssen wir uns mit der selben Disziplin an ein Feature-Freeze halten. Die Verführung, dass wir – die wir alle Drupal-Experten sind – schnell selbst „Hand anlegen“ ist sehr hoch.

Je nach dem Umfang der Vorgaben kann ich mir vorstellen, dass die Umsetzung in einem dezentralen zehnköpfigen Team über die Dauer von drei bis vier Monaten vorgenommen werden wird.
Während der Umsetzungsphase werden alle Mitarbeiter zusätzlich in ihre eigenen Projekte eingebunden sein und demzufolge über die Dauer des Ablaufs unterschiedliche Ressourcen an das Projekt zur Verfügung stellen können. Dies erfordert seitens der Leitung ein hohes Maß an Planung und Sorgfalt – bietet aber gleichzeitig die Chance, die Leistungsfähigkeit des Teams unter Beweis zu stellen. Dies wird bei Auftraggebern das Vertrauen in Drupal erhöhen und möglicherweise dazu führen, dass komplexere Aufträge nicht mehr an Agenturen vergeben werden, die dann Drupal einsetzen, sondern direkt an die Community.

Aus den zugrunde liegenden Drupal-Konzepten, dem Fortgang der Arbeiten und unseren Erfahrungen im Team-Management können wir eine Beitragsreihe z.B. im T3N Magazin veröffentlichen.

So nutzen wir nicht nur OpenSource Software sondern praktizieren gleichzeitig Drupal-OpenKnowledge. Die erfolgreiche Umsetzung sollte eine dokumentierte „Drupal Best Practice“ darstellen, die Einsteigern den „richtigen“ Weg in Drupal zeigt, besser qualifizierte Drupaler auf den Markt bringt und damit zu einer weiteren Verbreitung von Drupal führt.

Auf dem Sprint wurde berichtet, dass gegenwärtig schon mehr Geld im Jahr mit Drupal umgesetzt wird als mit Typo3. Anhand der Sichtbarkeit im Netz scheint mir Typo3 jedoch immer noch die Nase vorn zu haben.

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